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Lieferplanqualität SD / Bedarfsanalyse

Übersicht

 

1. Einführung

Die Bensberg-Komponente 'Lieferplanqualität / Bedarfsanalyse' ist die zentrale Analyse für Kundenbedarfe des SD und deren Umfeld.

Folgende Funktionen werden in diesem Dokument vorgestellt:

- Lieferplanbedarf

- Auftragsbedarf und Gesamtbedarf

- Offene Mengen

- Unterwegsmenge und Liefermenge ohne Warenausgang

- Kapazitätsanalyse

- Planungs-Szenarien

- Originalmengen IDOC

- Bedarfsentwicklung

- Abrufvergleich mit Widerspruch per Formular via Mail oder Fax

- Bedarfsschwankungen nach VDA 5009

- Bedarfsumfeld EDL/TAM/JIT

- Analyse Feinabruf / Lieferabruf

- Analyse Terminierung

- Analyse DELINS

- Planaufträge und Liefermengen Fertigung

- Originaltermine, harmonisierte Termine und FAB/LAB-Verrechnung

 

2. Lieferplanbedarf

Die Analyse des Lieferplanbedarfs zeigt die aktuellen Bedarfsmengen aus den verfügbaren Abrufarten in einer Ergebnismatrix auf.

Die zeitliche Gruppierung erfolgt entweder je Monat, je Woche oder je Tag für bis zu maximal 50 Perioden in die Zukunft.

Zusätzlich ist es möglich, die Liefermengen der Vergangenheit zu analysieren, diese werden den Bedarfen in der Ergebnismatrix je Merkmal zugeordnet.

Die Selektion und Verdichtung der Bedarfs- und Liefermengen erfolgt dynamisch, es können alle  Felder des Lieferplans und der daraus referenzierbaren Stammdaten als Merkmal tabellengesteuert je Benutzer, Benutzergruppe oder global vereinbart werden.

Der aktuelle Bestand kann als eigenständige Spalte eingeblendet werden, auf Wunsch zeigt eine farbige Markierung die Reichweite in die Bedarfe der Zukunft.

Eine Aktualisierungsfunktion stellt sicher, dass die Anzeige dem aktuellen Abrufstand im Lieferplan entspricht.

Zum eigentlichen Bedarf können weitere Anzeigen parallel mehrzeilig eingeblendet werden:
- Wert in Zielwährung, Preisbasis wählbar
- eine zusätzliche Abrufart, z.B. Planabruf
- Abweichungen in Menge und/oder Prozent

Alle angezeigten Werte sind interaktiv und verzweigen bei einem Doppelklick in eine kontextbezogene Detailanalyse, z.B. Anzeige der Bedarfsverursacher.

 

3. Auftrags- und Gesamtbedarf

Die Analyse des Auftragsbedarfs erweitert die Ergebnismatrix des Lieferplanbedarfs um die Anzeige der Bedarfe aus einstellbaren Auftragsarten (Terminaufträge, Sofortaufträge etc.). Die Anzeige erfolgt in diesem Fall mehrzeilig je Merkmal. Falls für ein Merkmal kein Lieferplanbedarf vorhanden ist, so ist der Auftragsbedarf der einzige Bedarf.

Sofern die Liefermengen der Vergangenheit bei der Selektion des Lieferplanbedarfs aktiviert wurde, erfolgt die Anzeige analog auch für die Auftragsbedarfe.

Die zeitliche Gruppierung, die Möglichkeiten der Selektion und Verdichtung und die Anzeige von Detailinformationen entsprechen denen des Lieferplanbedarfs.

Sofern gewünscht, kann eine Zeile 'Gesamtbedarf ' erzeugt werden, die eine Addition aus Lieferplanbedarf und Auftragsbedarf darstellt.

 

4. Offene Mengen

Die Analyse der 'offenen Mengen' erweitert die Ergebnismatrix des Lieferplanbedarfs um die Anzeige der offenen Menge inklusive Rückstandsbetrachtung. Die Anzeige erfolgt in diesem Fall mehrzeilig je Merkmal. Falls für ein Merkmal kein Lieferplan- und/oder Auftragsbedarf vorhanden ist, so stellt die offene Menge die einzige Anzeige dar.

Der Anzeige- bzw. Belegumfang richtet sich nach dem jeweiligen Selektionsumfeld und beinhaltet sowohl die offenen Mengen aus den Lieferplänen als auch aus den Aufträgen. 

Die zeitliche Gruppierung, die Möglichkeiten der Selektion und Verdichtung und die Anzeige von Detailinformationen entsprechen denen des Lieferplanbedarfs.

Für die Berechnung der offenen Menge stehen folgende Varianten zur Verfügung, die einzeln aber auch parallel aktiviert werden können:
- Offene Mengen zum Einteilungsdatum, Liefermengen ohne Warenausgang sind offen
- Offene Mengen zum Einteilungsdatum, Liefermengen ohne Warenausgang sind nicht offen
- Offene Mengen zum Eintreffdatum, Liefermengen ohne Warenausgang sind offen
- Offene Mengen zum Eintreffdatum, Liefermengen ohne Warenausgang sind nicht offen
- Offene Mengen zum Warenausgangsdatum, Liefermengen ohne Warenausgang sind offen
- Offene Mengen zum Warenausgangsdatum, Liefermengen ohne Warenausgang sind nicht offen
- Offene Mengen zum Materialbereitstelldatum, Liefermengen ohne Warenausgang sind offen
- Offene Mengen zum Materialbereitstelldatum, Liefermengen ohne Warenausgang sind nicht offen

Ein eventueller Rückstand wird in einer separaten Spalte ausgewiesen.

 

5. Unterwegsmenge und Liefermenge ohne Warenausgang

Die Anzeige der Unterwegsmenge und der Liefermenge ohne Warenausgang erzeugt 2 zusätzliche Spalten in der Ergebnismatrix des Lieferplanbedarfs. Die Unterwegsmenge entspricht der entsprechenden Information im aktuellen Abruf, die Liefermenge ohne Warenausgang wird aus dem Belegfluss der beteiligten Lieferpläne ermittelt.

Eine Detailanalyse bietet weitere Informationen.

 

6. Kapazitätsanalyse

Die Kapazitätsanalyse erweitert die Ergebnismatrix des Lieferplanbedarfs um die Anzeige des Kapazitätsangebots einer Periode und deren Unter- oder Überdeckung.

Basis für die Berechnung ist im Standard die 'offene Menge' terminiert auf das Materialbereitstelldatum, es kann aber auch jede 'andere' offene Menge oder auch der Lieferplanoder Auftragsbedarf die Basis sein.

Die Vereinbarung des Kapazitätsangebots erfolgt angelehnt an die gewünschte Verdichtung der Bedarfe und offenen Mengen in Tabellen der Komponente. Sofern Mehrfachverwendungen auftreten können, werden diese erkannt und farbig in der Ergebnismatrix gekennzeichnet.

Eine zusätzliche Gruppierung von Materialien in 'Materialgruppen' ist verfügbar, sofern notwendig kann eine Gewichtung (anteiliger Faktor) der einzelnen Gruppen erfolgen.

Das Kapazitätsangebot kann 'gleichmäßig' vereinbart werden oder aber angepasst je Periode (einmalig/wiederholend) unter Berücksichtigung von prozentualen und/oder Mengenanpassungen.

Für die Berechnung der Kapazität stehen folgende Varianten zur Verfügung, die einzeln aber auch parallel aktiviert werden können:
- Kapazität ohne Berücksichtigung der jeweiligen Vorperiode, keine Berücksichtigung Bestand
- Kapazität mit Berücksichtigung der jeweiligen Vorperiode, keine Berücksichtigung Bestand
- Kapazität ohne Berücksichtigung der jeweiligen Vorperiode, mit Berücksichtigung Bestand
- Kapazität mit Berücksichtigung der jeweiligen Vorperiode, mit Berücksichtigung Bestand

Die Berechnung der Kapazität kann in einer ausführlichen Detailanalyse überprüft werden.

 

7. Planungsszenarien

Die von den Kunden in den Abrufen übermittelten Vorschaudaten sind im Allgemeinen nur in einem relativ kurzen zeitlichen Horizont (z.B. 3 Monate) stabil. Nach diesem Horizont schwanken die Bedarfe von Abruf zu Abruf sehr stark, so dass diese für eine genauere Planung kaum verwendbar sind.

Die Analyse 'Planung' erweitert die Ergebnismatrix des Lieferplanbedarfs um die Anzeige von errechneten, geglätteten Bedarfsvorschauwerten zeitlich hinter einem individuell definierten Horizont.

Die Ergebniszeile ist aufgeteilt und zeigt im vorderen (linken) Teil 1:1 die Bedarfe des Kunden, im hinteren (rechten) Teil die errechneten Bedarfe, farbig aufbereitet, je nach Höhe der Abweichung. Auf Wunsch kann auch eine separate Abweichungs-Zeile erzeugt werden.

Die Berechnung der geglätteten Bedarfsvorschauwerte basiert auf den aktuellen Abrufdaten (zeitlicher Nahbereich), den Abrufen der Vergangenheit (Historien), den Liefermengen der Vergangenheit und einer Reihe von Tabelleneinstellungen, die auch saisonale Veränderungen oder Anlauf- und Auslaufkurven berücksichtigen.

Zu jedem errechneten Bedarfsvorschauwert steht eine detaillierte Analyse zur Verfügung, die die Berechnung genau aufzeigt.

Als Sonderfreigabe (kundenindividuell) können die errechneten Bedarfsvorschauwerte in einen Planabruf des entsprechenden Lieferplans übernommen werden (VA32).

 

8. Originalmengen IDOC

Die Übertragung der Abrufe eines Kunden erfolgt häufig elektronisch per DELINS-IDOC. Bei der Verbuchung des IDOC im SAP-Standard stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung, mit denen die Originalmengen des IDOC beim Übergang in den Abruf verändert werden können (Splittings).

Die Analyse 'Originalmengen IDOC' erweitert die Ergebnismatrix des Lieferplanbedarfs um die Anzeige der Termine und Mengen aus dem IDOC, so wie der Kunde diese übertragen hat. Die Anzeige erfolgt in diesem Fall mehrzeilig je Merkmal.

Die zeitliche Gruppierung, die Möglichkeiten der Selektion und Verdichtung und die Anzeige von Detailinformationen entsprechen denen des Lieferplanbedarfs.

Auf Wunsch kann auch eine separate Abweichungs-Zeile erzeugt werden.

 

9. Bedarfsentwicklung

Die Bedarfsentwicklung stellt eine eigenständige Analyse dar. Diese zeigt, wie sich der aktuelle Bedarf in der Vergangenheit zu festgelegten Stichtagen entwickelt hat.

Die zeitliche Gruppierung erfolgt entweder je Monat, je Woche oder je Tag für bis zu maximal 50 Perioden in die Vergangenheit.

Die Stichtage können bei der Selektion individuell vereinbart werden, so kann z.B. der Bedarf jeweils zum 1. eines Monats oder zum Montag einer Woche dargestellt werden.

Die Selektion und Verdichtung der Bedarfsmengen erfolgt dynamisch, es können alle Felder des Lieferplans und der daraus referenzierbaren Stammdaten als Merkmal tabellengesteuert je Benutzer, Benutzergruppe oder global vereinbart werden.

Zum eigentlichen Bedarf können weitere Anzeigen parallel mehrzeilig eingeblendet werden:
- Wert in Zielwährung, Preisbasis wählbar
- eine zusätzliche Abrufart, z.B. Planabruf
- Abweichungen in Menge und/oder Prozent
- Liefermengen in der jeweiligen Zeiteinheit
- Durchschnittsmenge alle Abrufe der jeweiligen Zeiteinheit

Alle angezeigten Werte sind interaktiv und verzweigen bei einem Doppelklick in eine kontextbezogene Detailanalyse, z.B. Anzeige der Bedarfsverursacher zum jeweiligen Stichtag.

 

10. Abrufvergleich mit Widerspruch

Mit einem neuen Abruf werden die aktuellen Bedarfe des Kunden übermittelt. Häufig gibt es Vereinbarungen, dass die Bedarfe des zeitlichen Nahbereichs durch einen neuen Abruf nicht verändert werden dürfen (Frozen Zone). Bei einer hohen Abruffrequenz und der Übertragung einer hohen Anzahl an Abrufen ist dies oft nicht kontrollierbar.

Mit der Analyse 'Abrufvergleich' wird der jeweils aktuelle Abruf eines Lieferplans mit seinem direkten Vorgänger verglichen und eine Differenzsicht gebildet, unter Berücksichtigung der Fortschrittszahlen etc..

Mittels 'Zeitfenster' können zeitliche Bereiche im Abruf definiert werden (z.B. 2 Wochen ab Abrufdatum), die zusammen mit den darin vereinbarten Grenzwerten (Maximalabweichungen) die Basis für die Analyse bilden. So kann z.B. vereinbart werden, dass in der 1. Woche keine Bedarfsveränderung erfolgen darf (0% Abweichung, keine Terminverschiebung), in der 2. Woche ist eine Veränderung bis 5 % (Warnstufe) bzw. 10 % (Fehlerstufe) erlaubt. Die Zeitfenster können je Tag, Woche oder Monat vereinbart werden, global oder je Kunde und/oder Material.

Die Ergebnisanalyse zeigt in einer Ampelübersicht das aktuelle Analyseergebnis unter Anwendung der Zeitfenster. Auf einen Blick ist sichtbar, wie oft ein Kunde sich nicht an die Vereinbarungen gehalten hat. In der Detailsicht werden die Veränderungen in Stück oder Prozent je gewähltem Bedarfszeitraum gezeigt, farbige Markierungen zeigen die Verfehlungen.

Eine detailierte Gegenüberstellung der Abrufdaten alt/neu und des Umfelds ermöglichen eine genau Interpretation der Abweichungen. Die Verknüpfung mit der Analyse 'Bedarfsentwicklung' zeigt die Veränderungen über einen längeren Zeitraum in die Vergangenheit.

Aus der Detailsicht kann ein 'automatisierter' Widerspruch an den Kunden per Formular geschickt werden. Als Kommunikationswege sind Mail, Fax oder Drucker vorgesehen. Kundenindividuelle Formulare sind auf Anfrage möglich.

 

11. Bedarfsschwankungen nach VDA 5009

Mit der VDA-Norm 5009 steht ein Verfahren zur Verfügung, mit der die mittlere Schwankungsbreite (FQ-Kennzahl) eines Monats-, Wochen- oder Tagesbedarfs in einer Kennzahl ausgedrückt werden kann. Ein zusätzliches Tracking-Signal (TS) zeigt, ob der Bedarf tendenziell unter- oder überschätzt wurde. In der Bensberg-Komponente ist dieses Verfahren 1:1 abgebildet.

Verwendung eines dynamischen Prognosehorizonts zur Unterteilung des Analysezeitraums in einen Kurz-, MIttel- und Langfristbereich. Die zeitlichen Kriterien sowie die maximal erlaubten prozentualen Abweichungen können global oder kundenindividuell vereinbart werden. Die Verwendung eines manuellen Prognosehorizonts zur individuellen Analyse ist ebenfalls möglich.

Das Analyseergebnis wird in Form einer Ampelübersicht dargestellt, womit man auch ohne detaillierte Kenntnisse der VDA-Norm schnell einen ersten Überblick erhalten kann. Weitere Detailanalysen erklären dieses Ergebnis bis auf die Ebene der VDA-Formel.

Die Selektion und Verdichtung der Analyseergebnisse erfolgt dynamisch, es können alle Felder des Lieferplans und der daraus referenzierbaren Stammdaten als Merkmal tabellengesteuert je Benutzer, Benutzergruppe oder global vereinbart werden.

 

12. Bedarfsumfeld EDL / TAM / JIT

Mit der Analyse des Bedarfsumfelds wird für die Prozesse EDL, TAM und JIT geprüft, ob die Vorschaudaten in den Lieferplanabrufen zu dem späteren Folgeprozess bezogen auf Termin und Menge 'passend' waren. Folgende Einzeldaten werden angezeigt:
- die Lieferplanbedarfe in der Vergangenheit - die eigenen Liefermengen in der Vergangenheit
- die Mengen der EDL-Entnahmen im Bezug zu den LK-Lieferplänen - die Mengen der TAM-Auslieferungsaufträge im Bezug zu den LZM-Lieferplänen
- die Mengen der JIT-Abrufe (Mengenabrufe) im Bezug zu den zugeordneten Lieferplänen

Die zeitliche Gruppierung erfolgt entweder je Monat, je Woche oder je Tag für bis zu maximal 50 Perioden in die Vergangenheit.

Die Selektion und Verdichtung der Bedarfs- und Umfeldmengen erfolgt dynamisch, es können alle Felder des Lieferplans und der daraus referenzierbaren Stammdaten als Merkmal tabellengesteuert je Benutzer, Benutzergruppe oder global vereinbart werden.

Zum eigentlichen Bedarf können weitere Anzeigen parallel mehrzeilig eingeblendet werden:
- Wert in Zielwährung, Preisbasis wählbar
- eine zusätzliche Abrufart, z.B. Feinabruf

Alle angezeigten Werte sind interaktiv und verzweigen bei einem Doppelklick in eine kontextbezogene Detailanalyse, z.B. Anzeige der Bedarfsverursacher.

 

13. Analyse Feinabruf / Lieferabruf

Mit Feinabrufen spezifizieren die Kunden den übermittelten 'Grob'-Bedarf (Lieferabruf) im zeitlichen Nahbereich (Feinabruf-Horizont). Während der Lieferabruf in diesem Kontext meist Monatsbedarfe beinhaltet, ist der Feinabruf auf Tagesbasis spezifiziert. Im SAP-Standard gibt es keine Prüfung, ob der Feinabruf zum Lieferabruf 'passt', insbesondere stellt sich die Frage der Mengenabweichungen.

Die Bensberg-Komponente überprüft jeden Feinabruf. Auf Basis des Feinabruf-Horizont wird unter Berücksichtigung der entsprechenden Kalender festgestellt, welche Menge des Lieferabrufs in dieser Zeit verwendbar ist. Diese Teilmenge des Lieferabrufs wird mit der Menge des Feinabrufs verglichen und daraus ein Analyseergebnis gebildet. Abweichungen werden nach Warn- und Fehlerstufe unterteilt farbig markiert.

 

14. Analyse Terminierung

Abrufe werden häufig ohne Verfügbarkeitsprüfung in die Lieferpläne übernommen. Daraus ergibt sich das Problem, dass der Kunde den Lieferanten durch die Übertragung eines neuen Abrufs sofort in Rückstand setzen kann (Bedarf heute für gestern).

Die Bensberg-Komponente überprüft jeden Abruf und stellt auf der Basis des Einteilungstermins die gesamte Terminierung fest: Materialbereitstelldatum, Einteilungsdatum, Warenausgangsdatum usw.. Für jedes Datum wird geprüft, ob dieses bezogen auf das Abrufdatum unter Berücksichtigung einer eventuellen Toleranz in der Vergangenheit liegt. Termine am Abrufdatum werden gelb, Termine in der Vergangenheit rot dargestellt.

 

15. Analyse DELINS

Neue Abrufe werden häufig elektronisch in Form von DELINS-IDOC übermittelt. Die Bensberg- Komponente stellt zu diesem Verfahren 'Prüfverfahren' zur Verfügung, die dieses Umfeld genauer betrachten:
- Analyse Mindest- und Maximalmengen
- Analyse Eingangs-Fortschrittszahl
- Analyse Abrufnummer
- Analyse 'letzte' Lieferung
- Analyse Bestellnummer
- Analyse Textänderung und Textinhalt
- Analyse von Nullmengen
- Analyse Feldinhalte IDOC und Umfeld
- Analyse Zielmengen
- Analyse IDOC-Reihenfolge
- Analyse Lieferplanfindung

IDOC-bezogene Analysen ermöglichen die detaillierte Anzeige von IDOC-Inhalten und deren DELINSspezifischem Umfeld.

Suchfunktionen ermöglichen das Auffinden von IDOC bezogen auf IDOC-Inhalte, Prüfergebnisse oder referenzierenden Stammdaten.

Auf Wunsch kann ein IDOC-Stopp aktiviert werden, der bereits vor der Verbuchung des IDOC auf Prüfungen des Umfeld reagiert (z.B. Mengenüberwachung Abrufvergleich) und die automatische Verbuchung des IDOC verhindert . Die IDOC-Verbuchung erfolgt in diesem Fall benutzergesteuert aus der Analyse der Komponente.

 

16. Planaufträge und Liefermengen Fertigung

Die Analyse der Planaufträge und Liefermengen der Fertigung erweitert die Ergebnismatrix des Lieferplanbedarfs in der Bedarfsanalyse (siehe 2.) um die Anzeige der angelegten Planaufträge, terminiert zu den Bedarfen in der Zukunft. Die Anzeige erfolgt in diesem Fall mehrzeilig je Merkmal.

Sofern die Liefermengen der Vergangenheit bei der Selektion des Lieferplanbedarfs aktiviert wurde, so werden die Liefermengen der Fertigung (definierte Warenbewegungen) ebenfalls analog dazu angezeigt.

Die zeitliche Gruppierung, die Möglichkeiten der Selektion und Verdichtung und die Anzeige von Detailinformationen entsprechen denen des Lieferplanbedarfs.

Alle angezeigten Werte sind interaktiv und verzweigen bei einem Doppelklick in eine kontextbezogene Detailanalyse.

 

17. Originaltermine, harmonisierte Termine und FAB/LAB-Verrechnung

Bei den hier dargestellten Analysen und Verfahren ist zu berücksichtigen, dass die Bedarfe der Lieferplanabrufe und der Auftragsbedarf in unterschiedlichen Varianten zur Verfügung gestellt werden:

Originaltermine:

Der Kundentermin wird analog des verwendeten Terminkennzeichens Tag, Woche und Monat verwendet und in den Analysen zugeordnet. Diese Zuordnung erfolgt analog des SAP-Standard bei der Bearbeitung von Lieferplänen und Aufträgen.

Schickt der Kunde einen Monatstermin, so wird die Menge
- bei einer Monatsauswertung dem Monat 1:1 zugeordnet
- bei einer Wochenauswertung der Woche zugeordnet in die der 1. des Monats fällt
- bei einer Tagesauswertung dem 1. des Monats zugeordnet

Schickt der Kunde einen Wochentermin, so wird die Menge
- bei einer Monatsauswertung dem Monat zugeordnet, in dem der Montag der Woche liegt
- bei einer Wochenauswertung der Woche 1:1 zugeordnet
- bei einer Tagesauswertung dem Montag der Woche zugeordnet

Schickt der Kunde einen Tagestermin, so wird die Menge
- bei einer Monatsauswertung dem Monat zugeordnet
- bei einer Wochenauswertung der Woche zugeordnet
- bei einer Tagesauswertung dem Tag 1:1 zugeordnet

Harmonisierte Termine:

Der Kundentermin wird analog des verwendeten Terminkennzeichens Tag, Woche und Monat in die entsprechende Zeiteinheit 'umgerechnet', d.h. verdichtet und/oder nach Arbeitstagen aufgeteilt.

Schickt der Kunde einen Monatstermin, so wird die Menge - bei einer Monatsauswertung dem Monat 1:1 zugeordnet
- bei einer Wochenauswertung auf die am Monat beteiligten Wochen anteilig aufgeteilt (Kalender)
- bei einer Tagesauswertung auf die Arbeitstage des Monats aufgeteilt (Kalender)

Schickt der Kunde einen Wochentermin, so wird die Menge
- bei einer Monatsauswertung auf die Monate aufgeteilt, die an der Woche beteiligt sind (Kalender)
- bei einer Wochenauswertung der Woche 1:1 zugeordnet
- bei einer Tagesauswertung auf die Arbeitstage der Woche aufgeteilt (Kalender)

Schickt der Kunde einen Tagestermin, so wird die Menge
- bei einer Monatsauswertung dem Monat zugeordnet
- bei einer Wochenauswertung der Woche zugeordnet
- bei einer Tagesauswertung dem Tag 1:1 zugeordnet

FAB/LAB-Verrechnung:

Bei der FAB/LAB-Verrechnung wird das Zusammenspiel der beiden Abrufarten im Lieferplan beachtet, unter Berücksichtigung der Abrufsteuerung:

- Der Feinabruf wird bis zum Feinabrufhorizont berücksichtigt, d.h. die Bedarfe werden aus diesem verwendet, anschließend gelten die Bedarfe des Lieferabrufs. Die Schnittmenge zwischen den beiden Abrufen (Teilmenge am Feinabrufhorizont) wird entsprechend des zugeordneten Kalenders (Arbeitstage) gebildet.

Die einzelnen Terminarten sind im Customizing der Bensberg-Komponente zu aktivieren, nur dann stehen diese zur Analyse bereit. Ist mehr als eine Terminart verfügbar, so kann der Anwender bei der Selektion jeder Analyse entscheiden, welche Art er verwenden möchte. Die Voreinstellung ist:

- Bedarfsvorschau: Originaltermine
- Bedarfsentwicklung: Harmonisierte Termine
- Analyse VDA 5009: Harmonisierte Termine
- Abrufvergleich: Originaltermine

Bei der gleichzeitigen Analyse von Bedarfen und offenen Mengen ist die FAB/LAB-Verrechnung von Vorteil, da die offenen Mengen ebenfalls nach diesem Verfahren vom SAP-Standard bereitgestellt werden.

 

Bestellnummer

402118

 

 

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